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Senden Sie dieses Formular und profitieren Sie von unserer 25-jährigen Erfahrung und unserem starken lokalen Netzwerk.Die Junta de Andalucía hat den neuen allgemeinen Stadtentwicklungsplan (PGOM) von Marbella offiziell genehmigt. Nachdem die regionalen und umweltrechtlichen Genehmigungen vorlagen, hat der Stadtrat von Marbella den PGOM am 18. September 2026 in einer Plenarsitzung endgültig verabschiedet. Der Plan wurde bei einer Enthaltung angenommen.Marbella ist nun die erste Gemeinde in Andalusien mit einem allgemeinen kommunalen Bebauungsplan, der vollständig an das LISTA-Gesetz angepasst ist. Diese Genehmigung ersetzt die veralteten städtebaulichen Vorschriften, auf die sich die Stadt seit Jahren gestützt hat, und schafft eine rechtssichere Grundlage für die zukünftige Entwicklung.
Im Folgenden wird erläutert, was der neue PGOM bedeutet, wie er das kommunale Land klassifiziert und welche Auswirkungen er auf den lokalen Immobiliensektor haben wird.
Der historische Kontext: Ersatz des PGOU von 1986
Um die Bedeutung des neuen „Plan General de Ordenación Municipal“ (PGOM) zu verstehen, muss man sich den rechtlichen Rahmen ansehen, in dem Marbella bisher agiert hat.Im Jahr 2015 erklärte der Oberste Gerichtshof Spaniens den Stadtentwicklungsplan von Marbella aus dem Jahr 2010 für nichtig. Diese gerichtliche Entscheidung zwang die Gemeinde, auf ihren früheren Masterplan, den PGOU (Plan General de Ordenación Urbana)von1986, zurückzugreifen.Die Arbeit mit einem Planungsdokument, das 1986 entworfen wurde, stellte die Gemeinde vor erhebliche Herausforderungen. Die alten Vorschriften trugen weder der aktuellen Einwohnerzahl Marbellas noch den modernen Umweltschutzgesetzen oder den Infrastrukturbedürfnissen Rechnung. Dies führte zu Rechtsunsicherheit für Bauträger, Immobilienbesitzer und Investoren. Mit der Verabschiedung des neuen PGOM wird der Rahmen von 1986 offiziell außer Kraft gesetzt und durch ein modernisiertes, rechtskonformes System ersetzt.
Das LISTA-Gesetz
Mit dieser regionalen Genehmigung ist Marbella die erste Gemeinde in Andalusien, die ihre Stadtplanung vollständig an das Regionalgesetz von 2021 angepasst hat, das als LISTA (Ley de Impulso para la Sostenibilidad del Territorio de Andalucía) bekannt ist.Das LISTA-Gesetz wurde eingeführt, um die Stadtentwicklung in der gesamten Region zu vereinfachen und zu beschleunigen. Dies wird erreicht, indem traditionelle, komplexe Stadtentwicklungspläne in zwei separate Dokumente aufgeteilt werden:
- Der PGOM (Plan General de Ordenación Municipal): Dies ist das strategische Dokument, das gerade genehmigt wurde. Es definiert die makroökonomische Struktur der Stadt, klassifiziert die Flächen und legt wichtige Infrastrukturmaßnahmen sowie Umweltschutzmaßnahmen fest.
- Der POU (Plan de Ordenación Urbana): Hierbei handelt es sich um das detaillierte Ausführungsdokument. Es legt spezifische Zonierungsvorschriften auf Mikroebene fest, wie beispielsweise Gebäudehöhen, die Straßenführung in den Stadtvierteln und technische Baunormen.
Der PGOM liefert die Gesamtstrategie, während der POU (der derzeit noch von der Stadt bearbeitet wird) die genauen Ausführungsdetails festlegen wird.
Aufschlüsselung der Flächenklassifizierung
Der PGOM erfasst das gesamte Stadtgebiet von Marbella, das sich auf insgesamt 117 Millionen Quadratmeter beläuft. Der Plan unterteilt diese Flächen in Kategorien, um genau festzulegen, wo und wie eine Bebauung erfolgen darf.
1. Stadtgebiet (53 Millionen Quadratmeter)
Diese Kategorie umfasst die bereits bebauten und konsolidierten Flächen. Dazu gehören bestehende Wohnviertel, Gewerbegebiete und die etablierte städtische Infrastruktur. Durch die offizielle Einstufung dieser Flächen als „städtisch“ bietet der PGOM den derzeitigen Grundstückseigentümern und Unternehmen in diesen Gebieten sofortige Rechtssicherheit.
Der neue Plan befasst sich auch mit den rund 18.000 Wohnungen,die aufgrund jahrzehntelanger Planungsunsicherheit in einer rechtlichen Grauzone verblieben sind – viele davon wurden in gutem Glauben nach Plänen errichtet, die später für nichtig erklärt wurden. Der Stadtrat hat erklärt, dass der PGOM diesen Eigentümern in Zukunft größere Rechtssicherheit bietet.
2. Ländliche Flächen (64 Millionen Quadratmeter)
Diese Kategorie umfasst die unbebauten Flächen außerhalb der konsolidierten Stadtgebiete. Im Rahmen des PGOM werden ländliche Flächen sorgfältig verwaltet, um eine unkontrollierte städtische Bebauung zu verhindern.
Die Regeln für die „städtische Umgestaltung“
Von den 64 Millionen Quadratmetern ländlicher Flächen stuft der PGOM 30 Millionen Quadratmeter als für eine „städtische Umgestaltung“ in Frage kommend ein.Diese Einstufung bedeutet, dass die Flächen in Zukunft potenziell bebaut werden können, gewährt jedoch keine automatischen Baurechte. Jede künftige Bebauung dieser Flächen muss sich strikt an die im PGOM festgelegten Anforderungen hinsichtlich Nachhaltigkeit, Umwelt und Infrastruktur halten.Eine der wichtigsten Vorgaben des neuen PGOM betrifft das Wohnungsangebot in Marbella. Aufgrund der hohen Nachfrage im Luxusimmobiliensektor sind die durchschnittlichen Immobilienpreise in Marbella erheblich gestiegen, was es den Einwohnern erschwert, Wohnraum zu finden. Um dem entgegenzuwirken, schreibt der PGOM eine strenge Wohnquote für neue Bauvorhaben vor.
Dabei reserviert der PGOM 20 % der neuen bebaubaren Wohnfläche für bezahlbaren Wohnraum für Personen wie Lehrer, Beschäftigte im Gesundheitswesen und im Gastgewerbe usw.
Umweltgenehmigungen und Nachhaltigkeit
Die positive Entscheidung der Junta de Andalucía bedeutet, dass der PGOM offiziell alle regionalen Umweltprüfungen bestanden hat.Das Dokument integriert moderne Umweltstandards, die im Plan von 1986 noch fehlten. Zu den wichtigsten Nachhaltigkeitsmerkmalen gehören:
- Strenge Grenzen zur Eindämmung der städtischen Entwicklung
- Der Schutz ausgewiesener Naturgebiete, Wälder und Berggebiete.
- Die Schaffung von Grünkorridoren, die verschiedene Teile der Gemeinde miteinander verbinden.
- Maßnahmen für nachhaltige Mobilität und öffentliche Verkehrsinfrastruktur.
Auswirkungen
Für den Immobilienmarkt an der Costa del Sol bietet die Genehmigung des PGOM eine entscheidende Ressource: Rechtssicherheit. Die bisherige Abhängigkeit vom Plan von 1986 führte zu administrativen Verzögerungen und Rechtsstreitigkeiten über die Flächennutzung. Dies schreckte einige institutionelle Investoren ab und erschwerte das Genehmigungsverfahren für Bauträger.Die regionale Verabschiedung des PGOM beseitigt diese Unklarheiten. Er bietet klare, rechtlich fundierte Leitlinien. Für Bauträger, Finanzinstitute und Immobilienkäufer verringert diese Klarheit das Investitionsrisiko erheblich und schafft einen verlässlichen Rahmen für die langfristige Projektplanung.
Nächste administrative Schritte
Nachdem die kommunale Verabschiedung abgeschlossen ist, bleibt noch ein Schritt: Der POU wird derzeit noch von der Stadt bearbeitet und wird die detaillierten, straßenbezogenen Bebauungsvorschriften wie Gebäudehöhen, Nachbarschaftsgestaltungen und technische Baunormen festlegen, die dem PGOM seine praktische Wirksamkeit verleihen.
Bis zur Fertigstellung des POU bildet der PGOM den rechtlichen Rahmen, doch einige der detaillierten Bebauungsvorschriften, die Käufer und Bauträger letztendlich benötigen, stehen noch aus.
Fazit
Die Verabschiedung des neuen PGOM durch Marbella läutet eine neue Ära in der Stadtplanung ein. Nach Jahrzehnten unter den Rahmenbedingungen von 1986 und nach der Aufhebung des Plans von 2010 verfügt die Stadt nun über einen modernen, rechtlich abgesicherten Masterplan, der den aktuellen Umweltstandards und dem LISTA-Gesetz entspricht – der erste seiner Art in Andalusien.
Der Plan schafft Klarheit bei der Flächenklassifizierung, erweitert die städtische Flächenbasis um rund 13 Millionen Quadratmeter und führt Wohnbaukontingente sowohl für umwandelbares ländliches Land als auch für städtische Flächen ein, um ein ausgewogenes Wachstum zu fördern. Außerdem bietet er den rund 18.000 Haushalten, die von jahrzehntelanger Planungsunsicherheit betroffen waren, größere Rechtssicherheit.
Für Grundstückseigentümer, Bauträger und Investoren bedeutet dies einen weitaus besser vorhersehbaren Rahmen für zukünftige Projekte. Das letzte Puzzlestück ist der POU, der in den kommenden Monaten weitere Einzelheiten liefern wird.